Über die Bibel gesprochen

13.7.2017  |  Vor einem Jahr traf sich der Literaturkreis „Herbstzeitlese“ in Remagen zum ersten Mal, um sich über Bücher (und manchmal auch „über Gott und die Welt“) auszutauschen. Die Gruppe unter der Leitung der Büchereimitarbeiterin Irmgard Kremer-Bieber ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des Bücherei- lebens, aber auch des Netzwerks „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ geworden. Beim letzten Treffen Anfang Juli stand die Bibel, im Mittelpunkt der „Herbstzeitlese“. Nicht nur, weil die Bücherei über ein schönes Exemplar der aktuellen Neuausgabe der Lutherbibel verfügt, sondern auch, weil bei den Treffen immer wieder offen- sichtlich wird, wie sehr das Christentum und die Lehren der Bibel das Wertesystem unseres Kulturkreises und damit auch das Leben und Denken der anwesenden Teilnehmer prägen. Auch wenn keiner der Teilnehmer die ganze Bibel jemals komplett gelesen hat. Auch wenn viele dem christlichen Glauben fernstehende Menschen sich dieser Tatsache nicht oder kaum bewusst sind. Grundlegende Regeln des menschlichen Zusammenlebens finden sich in den zehn Geboten im Alten Testament. Auf einen einfachen Nenner gebracht, lautet die Prämisse: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen!“ Nachzulesen u.a. bei Markus 7.12. Auch für Kunst und Literatur war und ist die Bibel ein großer Ideenlieferant. Angefangen bei den Malereien der Kunstgeschichte, die jahrhundertelang Themen der Bibel umsetzten (um so die Lehre der Bibel zu verbreiten), bis hin zu Brecht, dessen Parabel von der wahren Mutterliebe im „kaukasischen Kreidekreis“ sich schon als weises Urteil des Königs Salomon im 1. Buch der Könige findet. Da die Teilnehmer der „Herbstzeitlese“ die Bibel nicht wortwörtlich, sondern als Gleichnisse nehmen, geraten sie auch mit den Erkenntnissen der Naturwissen- schaften nicht in Konflikt: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1 Mose 1).

Über die Bibel gesprochen

13.7.2017  |  Vor einem Jahr traf sich der Literaturkreis „Herbstzeitlese“ in Remagen zum ersten Mal, um sich über Bücher (und manchmal auch „über Gott und die Welt“) auszutauschen. Die Gruppe unter der Leitung der Büchereimitarbeiterin Irmgard Kremer-Bieber ist inzwischen zu einem festen Bestandteil des Büchereilebens, aber auch des Netzwerks „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ geworden. Beim letzten Treffen Anfang Juli stand die Bibel, im Mittelpunkt der „Herbstzeitlese“. Nicht nur, weil die Bücherei über ein schönes Exemplar der aktuellen Neuausgabe der Lutherbibel verfügt, sondern auch, weil bei den Treffen immer wieder offensichtlich wird, wie sehr das Christentum und die Lehren der Bibel das Wertesystem unseres Kulturkreises und damit auch das Leben und Denken der anwesenden Teilnehmer prägen. Auch wenn keiner der Teilnehmer die ganze Bibel jemals komplett gelesen hat. Auch wenn viele dem christlichen Glauben fern- stehende Menschen sich dieser Tatsache nicht oder kaum bewusst sind. Grundlegende Regeln des menschlichen Zusammenlebens finden sich in den zehn Geboten im Alten Testament. Auf einen einfachen Nenner gebracht, lautet die Prämisse: „Alles nun, was ihr wollt, das euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen!“ Nachzulesen u.a. bei Markus 7.12. Auch für Kunst und Literatur war und ist die Bibel ein großer Ideenlieferant. Angefangen bei den Malereien der Kunstgeschichte, die jahrhundertelang Themen der Bibel um- setzten (um so die Lehre der Bibel zu ver- breiten), bis hin zu Brecht, dessen Parabel von der wahren Mutterliebe im „kaukasischen Kreidekreis“ sich schon als weises Urteil des Königs Salomon im 1. Buch der Könige findet. Da die Teilnehmer der „Herbstzeitlese“ die Bibel nicht wortwörtlich, sondern als Gleich- nisse nehmen, geraten sie auch mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften nicht in Konflikt: „Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“ (1 Mose 1).