Ü-90-Frühstücksgespräch wurde zum

Ausflug in die Schulzeit

7.5.2018 | Sieben Gäste kamen teilweise in Begleitung. Und vier Ehrenamtliche der Besuchsgruppe „Mit dem Herzen dabei“ waren beim „Ü-90-Frühstücksgespräch“ im Katholischen Pfarrheim von Remagen mit von der Partie. Und gleich zu Beginn setzte sich die älteste Teilnehmerin Cäcilia Klerings mit ihren 93 Jahren ans Klavier, denn sie musste feststellen, dass ihr Akkordeon nicht funktionierte. Kurzerhand spielte sie ein Geburtstagsständchen für Irmgard Klein, die einen Tag vorher ihren 90. Geburtstag gefeiert hatte. Nachdem sich alle gestärkt und vorgestellt hatten, wurde eine Schiefertafel herum- gereicht. So war die Gruppe schnell in der eigenen Schulzeit angekommen. Auf- merksam betrachteten sie die alte Tafel mit ihren Schreiblinien. Aber das war doch früher anders? Ihre Schiefertafeln hatten nämlich auf der einen Seite nur vier Schreiblinien für die drei Schreibbereiche und auf der anderen Seite ebenfalls Rechenkästchen. Mit Freude begutachteten sie auch den an der Tafel baumelnden gehäkelte Lappen, wobei, so war es einigen aufgefallen, noch etwas fehlte. Jawohl, ohne Schwämmchen konnte man nicht zur Schule gehen. Und sie erzählten, dass der zu Fuß zurückgelegte Schulweg teilweise sehr weit war. Allerdings gingen einige, wie viele Kinder heute auch, anfangs nicht gerne zur Schule. Und hierfür gab es schlagende Argumente. So erinnerten sich die Damen und Herren an heftige Strafen und körperliche Züchtigungen: Mädchen wurde auf die Finger gehauen, den Jungen wurde der „Allerwerteste versohlt“. Doch es gab auch schöne Erinnerungen an Lieblingsfächer und erste Freundschaften. Nach diesem anregenden Gespräch stand der 60-plus-Bus vor der Tür, um einige Gäste abzuholen. Ein schönes Beisammensein – aber viel zu kurz. Dieses Treffen muss fortgesetzt werden, darin waren sich alle einig. Gerne wird die Besuchsgruppe, die zum Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ gehört, diesen Wunsch erfüllen.

Ü-90-Frühstücksgespräch wurde

zum Ausflug in die Schulzeit

7.5.2018 | Sieben Gäste kamen teilweise in Begleitung. Und vier Ehrenamtliche der Besuchsgruppe „Mit dem Herzen dabei“ waren beim „Ü-90-Frühstücksgespräch“ im Katholischen Pfarrheim von Remagen mit von der Partie. Und gleich zu Beginn setzte sich die älteste Teilnehmerin Cäcilia Klerings mit ihren 93 Jahren ans Klavier, denn sie musste fest- stellen, dass ihr Akkordeon nicht funktionierte. Kurzerhand spielte sie ein Geburtstagsständchen für Irmgard Klein, die einen Tag vorher ihren 90. Geburtstag gefeiert hatte. Nachdem sich alle gestärkt und vorgestellt hatten, wurde eine Schiefertafel herum- gereicht. So war die Gruppe schnell in der eigenen Schulzeit angekommen. Aufmerk- sam betrachteten sie die alte Tafel mit ihren Schreiblinien. Aber das war doch früher anders? Ihre Schiefertafeln hatten nämlich auf der einen Seite nur vier Schreiblinien für die drei Schreibbereiche und auf der anderen Seite ebenfalls Rechenkästchen. Mit Freude begutachteten sie auch den an der Tafel baumelnden gehäkelte Lappen, wobei, so war es einigen aufgefallen, noch etwas fehlte. Jawohl, ohne Schwämmchen konnte man nicht zur Schule gehen. Und sie erzählten, dass der zu Fuß zurück- gelegte Schulweg teilweise sehr weit war. Allerdings gingen einige, wie viele Kinder heute auch, anfangs nicht gerne zur Schule. Und hierfür gab es schlagende Argumente. So erinnerten sich die Damen und Herren an heftige Strafen und körperliche Züchti- gungen: Mädchen wurde auf die Finger gehauen, den Jungen wurde der „Aller- werteste versohlt“. Doch es gab auch schöne Erinnerungen an Lieblingsfächer und erste Freundschaften. Nach diesem anregenden Gespräch stand der 60-plus-Bus vor der Tür, um einige Gäste abzuholen. Ein schönes Beisammensein – aber viel zu kurz. Dieses Treffen muss fortgesetzt werden, darin waren sich alle einig. Gerne wird die Besuchsgruppe, die zum Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ gehört, diesen Wunsch erfüllen.