„Wohnen für Hilfe“ in Remagen

Projekt wurde beim Runden Tisch den Hauptamtlichen in

der Seniorenarbeit vorgestellt

26.9.2019 | Dreimal jährlich kommen Hauptamtliche in der Seniorenarbeit in Remagen zum Runden Tisch. Auch bei diesem Treffen, zu dem Mechthild Haase vom Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ und Eva Etten von der Stadtverwaltung Remagen ins Rathaus Remagen eingeladen hatten, standen Vernetzung und Austausch an erster Stelle. Die Hauptamtlichen vom Runden Tisch dankten Anne Dommershausen (zweite von links stehend) für Ihre anschauliche Präsentation. Auch so können Bürger Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten. | Foto: privat An diesem Nachmittag stellte Anne Dommershausen vom Studierendenwerk Koblenz ihr Projekt „Wohnen für Hilfe“ vor. Das Konzept sieht vor, dass ältere Menschen, Alleinstehende oder Familien Studierenden mietfreien Wohnraum überlassen. Die Studierenden wiederum leisten im Gegenzug vereinbarte Hilfen im Alltag, unterstützen beispielsweise bei der Haus- und Gartenarbeit oder Kinder- betreuung. In Koblenz hat das Projekt vor etwa drei Jahren seinen Anfang genommen und wird nun schon über ein Jahr auch in Remagen erfolgreich praktiziert. „Die Arten der Hilfe, die Studierende leisten, sind ganz vielfältig. Sie kümmern sich um den Garten, erledigen kleinere Reparaturarbeiten im Haus, gehen einkaufen, passen auf die Kinder auf oder leisten alleinstehenden Menschen Gesellschaft“, so Anne Dommershausen. Von den Tätigkeiten ausgeschlossen sind Pflegeleistungen, da sie in professionelle Hände gehören. Die statt Miete zu leistende Arbeit ist geregelt und überschaubar. Als Faustformel gilt, dass Studierende pro Quadratmeter zur Verfügung gestellter Wohnfläche eine Stunde Hilfe pro Monat ableisten. Ihre Leistung bleibt auch bei größeren Räumen auf maximal 25 Stunden begrenzt. Die jungen Erwachsenen zahlen keine Miete, müssen aber für die anfallenden Nebenkosten aufkommen. Damit die beiden Wohnpartner auch menschlich miteinander harmonieren, investiert Anne Dommershausen viel Zeit in die Vermittlung. Zunächst spricht sie vor Ort mit den potentiellen Wohnraumgebern, sieht sich die Räumlichkeiten an und erfragt die Wünsche und Erwartungen mit Hilfe eines Fragebogens. Auch bei den Studierenden, die sich bei ihr bewerben, ist eine umfangreiche Abfrage und ein persönliches Gespräch Voraussetzung. Sie vermittelt deshalb auch keine Studierenden, die sich nur aus purer Wohnungsnot bei ihr bewerben, jedoch kein wirkliches Interesse haben, sich auch menschlich auf die Wohnpartnerschaft einzulassen. Das gelte auch für die Wohnraumgeber. „Sie müssen Freude daran haben, sich mit einem jungen Menschen zu umgeben“, so Anne Dommershausen, die auch nach der Vermittlung als Ansprechpartnerin zur Verfügung steht. Vom Runden Tisch dankten auch Gisela Dröge, Seniorenresidenz Curanum, Uwe Moschkau, Diakonisches Werk, Uta Vogel und Ilhana Rascic vom Pflegestützpunkt Remagen-Sinzig, Petra Münch vom Hospizverein Rhein-Ahr, Marianne Schramm, AKS ambulanter Pflegedienst, Ralph Seeger vom SKFM und Beate Waldner-Brenner, EUTB Remagen, Anne Dommershausen, dass sie das Projekt „Wohnen für Hilfe“ auf so anschauliche Weise nähergebracht hat. Das Projekt bringt Generationen zusammen und alle profitieren.

„Wohnen für Hilfe“ in Remagen

Projekt wurde beim Runden

Tisch den Hauptamtlichen in der

Seniorenarbeit vorgestellt

26.9.2019 | Dreimal jährlich kommen Haupt- amtliche in der Seniorenarbeit in Remagen zum Runden Tisch. Auch bei diesem Treffen, zu dem Mechthild Haase vom Projekt „Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten“ und Eva Etten von der Stadtverwaltung Remagen ins Rathaus Remagen eingeladen hatten, standen Vernetzung und Austausch an erster Stelle. Die Hauptamtlichen vom Runden Tisch dankten Anne Dommershausen (zweite von links stehend) für Ihre anschauliche Präsentation. Auch so können Bürger Leben und Älterwerden in Remagen mitgestalten. | Foto: privat An diesem Nachmittag stellte Anne Dommershausen vom Studierendenwerk Koblenz ihr Projekt „Wohnen für Hilfe“ vor. Das Konzept sieht vor, dass ältere Menschen, Alleinstehende oder Familien Studierenden mietfreien Wohnraum überlassen. Die Studierenden wiederum leisten im Gegenzug vereinbarte Hilfen im Alltag, unterstützen beispielsweise bei der Haus- und Garten- arbeit oder Kinderbetreuung. In Koblenz hat das Projekt vor etwa drei Jahren seinen Anfang genommen und wird nun schon über ein Jahr auch in Remagen erfolgreich praktiziert. „Die Arten der Hilfe, die Studierende leisten, sind ganz vielfältig. Sie kümmern sich um den Garten, erledigen kleinere Reparaturarbeiten im Haus, gehen einkaufen, passen auf die Kinder auf oder leisten alleinstehenden Menschen Gesell- schaft“, so Anne Dommershausen. Von den Tätigkeiten ausgeschlossen sind Pflege- leistungen, da sie in professionelle Hände gehören. Die statt Miete zu leistende Arbeit ist geregelt und überschaubar. Als Faust- formel gilt, dass Studierende pro Quadrat- meter zur Verfügung gestellter Wohnfläche eine Stunde Hilfe pro Monat ableisten. Ihre Leistung bleibt auch bei größeren Räumen auf maximal 25 Stunden begrenzt. Die jungen Erwachsenen zahlen keine Miete, müssen aber für die anfallenden Nebenkosten aufkommen. Damit die beiden Wohnpartner auch menschlich miteinander harmonieren, investiert Anne Dommershausen viel Zeit in die Vermittlung. Zunächst spricht sie vor Ort mit den potentiellen Wohnraumgebern, sieht sich die Räumlichkeiten an und erfragt die Wünsche und Erwartungen mit Hilfe eines Fragebogens. Auch bei den Studierenden, die sich bei ihr bewerben, ist eine umfangreiche Abfrage und ein persönliches Gespräch Voraussetzung. Sie vermittelt deshalb auch keine Studierenden, die sich nur aus purer Wohnungsnot bei ihr bewerben, jedoch kein wirkliches Interesse haben, sich auch menschlich auf die Wohnpartnerschaft einzulassen. Das gelte auch für die Wohn- raumgeber. „Sie müssen Freude daran haben, sich mit einem jungen Menschen zu umgeben“, so Anne Dommershausen, die auch nach der Vermittlung als Ansprech- partnerin zur Verfügung steht. Vom Runden Tisch dankten auch Gisela Dröge, Seniorenresidenz Curanum, Uwe Moschkau, Diakonisches Werk, Uta Vogel und Ilhana Rascic vom Pflegestützpunkt Remagen-Sinzig, Petra Münch vom Hospiz- verein Rhein-Ahr, Marianne Schramm, AKS ambulanter Pflegedienst, Ralph Seeger vom SKFM und Beate Waldner-Brenner, EUTB Remagen, Anne Dommershausen, dass sie das Projekt „Wohnen für Hilfe“ auf so anschauliche Weise nähergebracht hat. Das Projekt bringt Generationen zusammen und alle profitieren.